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HUNDEZUCHT

DAS HEISST IN GENERATIONEN DENKEN

ZWINGER – HOVE – TRØNNES

Koppang !

Nach vielen, vielen Ferien sind mein Mann und ich vor 12 Jahren – ohne Hund – in unser Traumland – Norwegen – gezogen. Nach Koppang, einem 3000 Seelen Ort im Østerdal, hat es uns auf Grund der wunderschönen Landschaft, der Ruhe und guter Freunde dorthin verschlagen. Hovawarte gab es dort noch keine.

Noch in Hamburg wohnend hatten wir Peggy einen Hovawartmischling. Sie weckte mein Interesse für diese Rasse, wenn gleich es noch 20 Jahre dauern sollten bis meim Wunsch nach einem Hovawart erfüllt werden sollte.

Die Idee Hovawarte zu züchten kam erst mit der Zeit. Sie reifte lange und das ist vielleicht eine der besten Voraussetzungen, wenn man sich entscheidet Hunde zu züchten.

Was für ein Hund ist ein Hovawart?

Der Hovawart ist ein wesensguter, treuer, intelligenter, bewegungsfreudiger, vielseitiger Hund. Er hat alle Eigenschaften, die man sich wünscht. Damit sie alle samt zu Tage treten müssen sie, wie bei anderen Gebrauchshunderassen geformt, entwickelt und/oder teilweisegeweckt werden

Die Vorauszetzungen für einen Hovawart waren bei uns günstig. Ich habe viel Zeit, liebe es lange draussen zu sein und wir haben Platz. Ich wurde Mitglied im RZV – Norsk Kennelklubb – Norsk Hovawartklubb.

Und so konnten wir nach langem und ungeduldigem Warten im Juli 1996 endlich unsere kleine Bykaia, eine schwarze Hovawarthündin, abholen. Sie war und ist eine ausgesprochende ruhige, sehr soziale und nicht leicht aus der Ruhe zu bringende Hündin. Ich begann eifrig Unterordnung und Spur zu trainieren. Besuchte Kurse und Ausstellungen und lernte immer mehr Hovawartbesitzer kennen. Mit anderen Worten der Hund meine Passion und ich danke meinen Mann, dass er mich in allem unterstützt.

Wir lieben unsere Hovawarte, weil sie sehr freunliche, umgängliche,robuste Hunde mit ausgeprägter Persönlichkeit sind. Und wir sind immer wieder stolz, wenn uns neugierige Passanten auf die Schönheit unserer Hunde ansprechen oder auf ihr ausgeglichenes Wesen.

Mit dem Züchten habe ich vor ca 7 Jahren angefangen. Das heisst eigentlich hatte ich da meine ersten Welpen. Der Gedanke, die Vorbereitungen und dann die Durchführug haben natürlich schon lange vorher begonnen.

Die von mir gewählte Überschrift :

                         " Hundezucht bedeutet in Generationen zu denken"

spiegelt meine Vorstellungen von Hundezucht wieder. Und das heisst für mich gute Eigenschaften ausgewählter Elterntiere weiter zu führen und unerwünschte Eigenschaften möglichst durch geschickte Auswahl der Zuchtpartner auszumerzen.Die Verantwortung, die ein Züchter hat ist gross. Vieles kann durch geschickte und kluge Wahl erreicht werden. Es ist aber immer auch ein Quentchen Glück mit im Spiel.

 

Für unsere Bykaia, die norwegische Ausstellungschampion ist und 1998 auf der Wiehe Erinnerungs-Schau in Preetz, die drittbeste Hündin in der Offenenklasse wurde, hatten wir nach langem suchen und einigen Reisen zu Ausstellungen in D einen passenden Rüden gefunden. Beide Hunde erfüllten die Kriterien der Zuchttauglichkeit ( nach gegebenen Bestimmungen das RZV\s.

In Hamburg angekommen wurde Bykaia mit Anton von der Alsterquelle gepaart.Die Paarung war erfolgreich und nach acht Wochen wurden 3 Hündinnen s, 3 Rüden sm und 1 Rüde s geboren. Nach drei Wochen waren die Welpen in ihrer Neugierde nicht zu bremsen und wollten und sollten viel lernen, damit sie den Anforderungen des Alltags gewachsen sind. Wir bekamen viel Besuch , Freunde, Nachbarskinder und Hunde wollten und sollten die Welpen besuchen. Wir spielten, schmusten und übten.

Wir fuhren mit den Welpen Auto, gingen in den Wald, waren jeden Tag im Garten um neues zu erkunden und gingen an der Strasse spazieren damit sie sich an viele Eindrücke gewöhnten. Auch bei Hunden kann man sagen "Was Hänschen nicht lernt……" .

Als die ersten Welpenkäufer kamen war das ein spannender Augenblick ! Wünscht man sich doch als Züchter nichts mehr als ein gutes zu Hause für "seine Kinder".Ich sah mir jeden Käufer kritisch an und versuchte so viel wie möglich über ihn und seine Vorstellungen über den Hund, den er suchte,heraus zu bekommen. So kann es passieren, dass ich jemanden zu einer anderen Rasse rate oder einem anderen als dem von ihm ausgewählten Welpen. Ein unerfahrender Hundekäufer hätte es nicht leicht mit einem dominanten Rüden, der eine starke Hand braucht, da ist eine ruhige Hündin die bessere Lösung. Im Alter von ca 8 Wochen wurden dann alle Welpen von ihren neuen Besitzern abgeholt. Das war nicht leicht für uns alle, da wir die kleinen Racker vom ersten Tag ihres Lebens an begleitet hatten.

Aber wir behielten ja zumindest einen Welpen, unsere Annie. Sie hat sich uns quasie selbst ausgesucht. Bereits im Alter von fünf Wochen kam sie regelmässig aus dem Welpenzimmer, was keiner der anderen Welpen schaffte, in unser Schlafzimmer, um dort die Nacht zu verbringen.

Annie ist ein richtiger Wirbelwind und ich trainiere mit ihr Unterordnung, Fährte, Rundering und Feld. Mit zwölf Monaten ist sie 2000 Landesjugendsiegerin der Landesgruppe Nord, des RZV`s in Hamburg Harburg geworden. Leider hatte Annie OCD und mit ihr wollte ich nicht züchten, was sehr schade ist, denn sie ist eine tolle Hovawart Hündin.Alle Welpen meines A – B – C – Wurfes sind HD – frei. Nun planen wir unseren 

D – Wurf mit Dalli Dalli von der Rasselbande. Aber so lange wir noch warten, geniessen wir den Sommer 2006 und die wunderschönen Touren mit unseren "Schwarzen", in den Wäldern von Norwegen. Und sie wissen ganz genau was kommt wenn ich die Termoskanne in den Rucksack packe, denn HOVAWARTE lieben es draussen zu sein.

Wir hoffen es gefällt ihnen auf unserer Homepages. Über einen kleinen Eintrag in das  Gästebuch würden wir uns freuen. Viel Spass beim stöbern !

Mit freundlichen Grüssen an alle Hovawartfreunde !

         Kennel Hove-Trønnes                                                

                           Renate und August Strehse